Berufsorientierung neu denken – Selbstbestimmt die eigene Zukunft gestalten

Für die Jungen Liberalen ist Bildung die Chance für sozialen Aufstieg und ein selbstbestimmtes Leben. Eine wichtige Entscheidung im Leben von jungen Menschen ist die Wahl des Ausbildungsweges nach der Schule. Studium, duales Studium, Ausbildung und andere Möglichkeiten stehen zur Option. Jeder Einzelne hat Stärken und Schwächen, unterschiedliche Interessen und erste Vorstellungen über seinen kommenden Werdegang. Die Auswahl des passenden Wegs fällt trotzdem oft schwer. Die Berufsorientierung am Ende der Schulzeit sollte Schulabgänger bestmöglich dabei unterstützen, den für sie richtigen Weg zu finden.

Die aktuelle Ausgestaltung der Berufsorientierung an Schulen ist für viele Schülerinnen und Schüler schlicht unattraktiv. Die Formate sind häufig veraltet, Lehrer, die selber nie in den Berufen gearbeitet haben, sollen Einblicke in den praktischen Alltag der unterschiedlichen Berufe geben und die Möglichkeiten für Wege außerhalb von Studium und Ausbildung fehlen fast vollständig.

Berufsorientierung an Schulen braucht ein Update. Wir schlagen folgende konkrete Punkte zur Verbesserung vor:

  1. Eine umfassende, breitgefächerte Berufsorientierung an allen weiterführenden Schulen:

Hierbei sollten berufliche Ausbildung, Studium, aber auch eigene unternehmerische Tätigkeit angesprochen werden. Wichtig ist hierbei nicht die Anzahl der Stunden zu erhöhen, die mit Berufsorientierung verbracht wird, sondern die Qualität des eigentlichen Angebots.

  1. Praktika ermöglichen den besten praktischen Einblick in die Berufswelt:

Deswegen sollten sie in jeden Fall Teil der Berufsorientierung bleiben.

An weiterführenden Schulenzwei verpflichtende Praktika geben. Davon soll mindestens ein Praktikum im Handwerk, öffentlichen Dienstleistungssektor oder in einem sozialen Bereich absolviert werden.

Absolviert ein Schüler weitere Praktika in den Ferien, soll das positiv auf den Zeugnissen Erwähnung finden. Um die Qualität des Praktikums für Schülerinnen und Schüler zu verbessern, soll Unternehmen und staatlichen Einrichtungen ein Leitfaden zur Verfügung gestellt werden.

  1. Lehrkräfte besser auf die Berufsorientierung vorbereiten

Berufliche Bildung besser die Weiterbildung der Lehrkräfte integriert werden.  Außerdem empfehlen wir „Praktika für Lehrkräfte“ in Betrieben oder staatlichen Einrichtungen als Alternative, welche neben den klassischen Weiterbildungen absolviert werden kann. Um Lehrkräfte über neue Formate und Angebote auf dem Laufenden zu halten, empfehlen wir die Einführung eines Newsletter, welcher an die Schulen geht und über neue Initiativen und Angebote vom Bildungsministerium oder anderen Anbietern informiert.

  1. Neue Formate für mehr Attraktivität:

Berufsorientierung sollte sowohl qualitativer in den regulär stattfindenden Unterricht integriert werden, als auch außerhalb der Schulzeit stattfinden, um weiteren Unterrichtsausfall vorzubeugen. Es wäre zum Beispiel möglich, Berufstätige aus unterschiedlichen Berufszweigen in den Unterricht oder zu Projekttagen einzuladen. Praxisberichte von Auszubildenden könnten einen besseren Einblick in berufliche Ausbildung geben und diese wieder attraktiver machen. Auf jeden Fall sollten die Angebote attraktiver gestaltet und mit zeitgemäßen Medien gearbeitet werden. So sollten zum Beispiel auch Psychologisch Tools kostenlos für die Schüler nutzbar sein. Praktikumsmessen sollten in den Schulen angeboten und in Kooperation mit lokalen Unternehmen stattfinden.

Ein eigenes Fach berufliche Bildung lehnen wir ab, wenn WiPo und Erdkunde, oder andere Fächer dafür wegfallen oder reduziert werden. Stattdessen sollte ein solches Programm am Nachmittag außerhalb des regulären Unterrichts auf freiwilliger Basis angeboten werden.

Wenn ein Unterrichtsfach für berufliche Bildung eingeführt wird, sollten folgende Inhalte vermittelt werden:

  • Bewerbungstraining: Gespräch, Videobewerbung, Bewerbungsunterlagen, Online-Tools, Accessment-Center-Training
  • Betriebsbesichtigung mit praktischem Teil (Block)
  • Projekte mit regionalen Betrieben
  • allg. Information zu den unterschiedlichen Ausbildungswege
  • Psychologische Testverfahren
  • Gründungen/ Entrepreneurship
  1. Wege aufzeigen

Im Zentrum der Berufsorientierung sollten ausführliche Informationen über den Ablauf und die Unterschiede der möglichen Bildungswege stehen (in Abh. von der besuchten Schule: Ausbildung, duales Studium (praxis- oder ausbildungsorientiert), Studium, Abiprogramm, Berufsabitur etc.). Um die Attraktivität der Ausbildungsberufe wieder zu steigern, sollten die Möglichkeiten zur Verkürzung der beruflichen Ausbildung, für Förderprogramme (Bafög, Wohngeld, Assistierte Ausbildung und Ausbildungsbegleitende Hilfen), sowie für Auslandsaufenthalte erläutert werden (Erasmus+). Wichtig ist es auch die Aufstiegschancen nach Ausbildung aufzeigen.

Bisher zu kurz kommt der Bereich Unternehmertum. Deswegen sollte den Schülern auch der Bereich des Entrepeneurships, unternehmerisches Denken und Handeln nahe gebracht werden.

Schleswig-Holstein forstet auf – mehr Wald fürs Klima

Schleswig-Holstein ist das waldärmste Flächenland in Deutschland: nur 11% sind bewaldet, wohingegen der Bundesschnitt bei einem Drittel liegt. Während Verbote und Auflagen selten den erwünschten Effekt haben und neue Technologien erst noch erforscht und auf ihre Wirkung erprobt werden müssen, wissen wir, woran wir beim Baum sind. Neben neuen Technologien und Effizienz bei der Verringerung des CO2-Ausstoßes sollten wir auch auf klassische Instrumente wie Bäume pflanzen setzen. Mehr Bäume sind nicht nur gut für den Klimaschutz, sondern auch für die Umwelt, da bewaldete Flächen mehr Biodiversität haben und Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere darstellen.

Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein fordern daher:

  1. Die bewaldete Fläche von Schleswig-Holstein soll bis 2050 auf mindestens 15% steigen. Hierbei sollen primär zusammenhängende Waldflurstücke entstehen, um einen größtmöglichen positiven Nebeneffekt auch für Flora und Fauna zu schaffen.
  2. Die Aufforstung in Schleswig-Holstein soll zuerst über öffentliche Liegenschaften erfolgen, als zweites über Dauerpachtverträge von Privaten oder Kauf zu marktüblichen Preisen. Das Zupachten oder der Zukauf ist insbesondere für die Schaffung von zusammenhängenden Waldflurstücken zulässig.

Liberale Agenda 2040

Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein fordern die Einführung einer kapitalgedeckten Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung und die langfristige Abschaffung des Umlageverfahrens in diesen Sozialversicherungen.
Die Umverteilung von Jung zu Alt ist bei Deutschlands erheblichem demographischen Wandel für alle Generationen nachteilig, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser umlagefinanzierten Versicherungen ist nicht länger tragbar: Die Beiträge steigen, die Versicherungsleistungen werden im Verhältnis weniger und der Lebensstandard von Jung und Alt leidet. Immer mehr ältere Menschen müssen von immer weniger jungen Menschen getragen werden. Daher brauchen wir einen Wandel der Sozialversicherungen. Dies betrifft aufgrund der deutlich erhöhten Gesundheitsausgaben für ältere Altersgruppen nicht nur die Renten- und Pflege sondern auch auf die Krankenversicherung.
Ruhestand richtig reformieren

Die Rentenversicherungsbeiträge fließen zukünftig komplett bzw. anteilig (siehe unten) in einen Fonds, der von der KfW verwaltet wird, dieser legt die Beiträge langfristig, renditeorientiert und ausreichend diversifiziert am Kapitalmarkt an.
Der Fondsanteil, wird beim Renteneintritt an Finanzdienst-leistungsinstitute versteigert, die eine lebenslange Rente für den Rentner garantieren.Da es einige Zeit benötigen wird, bis die kapitalgedeckte Alterssicherung die umlagefinanzierte Alterssicherung vollumfänglich ersetzt hat, sind folgende Maßnahmen zur kurz- und mittelfristigen Stabilisierung des Umlageverfahrens notwendig:

  1. Es darf zukünftig keine Rentengeschenke der Bundesregierung mehr geben.
  2. Bisherige Rentengeschenke wie die Rente mit 63 oder die Mütterrente müssen rückabgewickelt werden.
  3. Die ineffiziente private Vorsorgeförderung wie die Rürup- und Riesterrente muss bürgerfreundlich abgewickelt werden.
  4. Die prozentuale Rentenerhöhung soll nur noch die gleiche Höhe wie die prozentuale Preissteigerung (Inflation) im Land haben.
  5. Die Anzahl der Beitragszahler muss nach österreichischem Vorbild auf Beamte, Selbständige und Politiker erweitert werden.
  6. Der Beitrag zur Rentenversicherung wird vorerst nicht gesenkt.

Die dadurch entstanden finanziellen Freiräume können genutzt werden, um eine kapitalgedeckte Alterssicherung, die das derzeitige Rentenniveau nach dem Rentenpunktesystem nicht unterschreitet, für alle bis zum 45. Lebensjahr zu ermöglichen. Dabei ergibt sich folgende Beitragsverwendung:

  • Bis zum 35. Lebensjahr geht der Arbeitnehmeranteil in die kapitalgedeckte Vorsorge und der Arbeitgeberanteil dient der Stabilisierung des Umlageverfahrens.
  • Zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr geht der Arbeitnehmeranteil in die kapitalgedeckte Vorsorge und der Arbeitgeberanteil geht zur Hälfte in das Umlageverfahren und zur Hälfte in die kapitalgedeckte Vorsorge.
  • Zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr gehen alle Beiträge in die kapitalgedeckte Vorsorge.

Den Beitragszahlern steht es frei den Arbeitnehmeranteil zu Gunsten der kapitalgedeckten Vorsorge beliebig zu erhöhen. Das umlagefinanzierte Rentensystem läuft nach 25 Jahren langsam aus, weil ab diesem Zeitpunkt nur noch kapitalgedeckte Neuverrentungen stattfinden. Dies eröffnet zukünftig Möglichkeiten für Beitragssenkungen beziehungsweise eine erhöhte Beitragsflexibilität.
Krankenversicherung: Rückstellungen retten Ruhestand
Im Bereich der Kranken- und Pflegeversicherung gibt es neben den gesetzlichen Versicherungen schon heute zahlreiche erfolgreiche private Kranken- und Pflegeversicherungen. Einige dieser Versicherungsgesellschaften bilden im hohen Maße Altersrückstellungen, die in unterschiedliche Sachwerte investiert werden, um über die gesamte Versicherungszeit den Beitrag auf einem nahezu gleichen Niveau (inflationsbereinigt) zu halten. Eine Umverteilung von den jungen Versicherungsnehmern zu den alten Versicherungsnehmern, wie in der gesetzlichen Krankenversicherung, findet nicht statt. Deshalb fordern wir, dass die private Krankenversicherung für alle Bürger geöffnet wird.
Zu großen Teilen wäre schon heute die private Krankenversicherung für die Bürger günstiger als ihr Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung heute ist. Und aufgrund der Altersrückstellungen bliebe dieser geringere Beitrag auch auf diesem niedrigen Niveau. Erfahrungswerte zeigen, dass Altersrückstellungen in Höhe von 40 % diese erhebliche Beitragsstabilität gewährleisten können. Zukünftig soll die BaFin kontrollieren, ob bei den einzelnen Versicherungsgesellschaften ausreichend Altersrückstellungen gebildet werden, um den Beitrag für die Bürger stabil zu halten.
Die gesetzliche Krankenversicherung soll zukünftig keine Neukunden mehr aufnehmen und nur noch den älteren Versicherungsnehmern dienen, die in der privaten Krankenversicherung einen höheren Beitrag zahlen müssten. Der Beitrag bleibt für diese Mitglieder nahezu stabil. Der Staat hat dafür Sorge zu tragen, dass der Gesundheitsfonds in der Übergangszeit mit genügend Mitteln ausgestattet ist.

Damit der Arzt kommt

Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein fordern ein Beweisverwertungsverbot, wenn aufgrund eines Drogennotfalls ein Notruf abgesetzt wird. Das Beweisverwertungsverbot soll nicht gelten, wenn der Konsum unfreiwillig erfolgte (z. B. bei KO-Tropfen). Darüber hinaus soll sich das Beweisverwertungsverbot nur auf Straftaten erstrecken, die mit dem Drogenkonsum im Zusammenhang stehen (Besitz, Handel).

Prüfungsunfähigkeit schützt vor Strafe (nicht)

Wir fordern, dass die Beurteilung der Prüfungsfähigkeit für staatliche Prüfungen durch den Amtsarzt terminalen Charakter hat. Die Entscheidung des Amtsarztes ist vom Landesprüfungsamt anzuerkennen. Das Persönlichkeitsrecht des Prüflings muss geschützt werden.Wir fordern die Einführung einer möglichst bundesweit einheitlichen Regelung.

Für die Abmeldung von einigen staatlichen Prüfungen, z.B. Staatsexamina im Medizin- oder Jurastudium, ist ein amtsärztliches Attest nötig. Dieses Attest hat allerdings keinen bindenden Charakter – das Landesprüfungsamt kann trotz Attest die Prüfungsunfähigkeit anzweifeln und damit nicht anerkennen. Ein Versäumnis wäre das Ergebnis.

Der Mitarbeiter des Landesprüfungsamts trifft also die finale Entscheidung, ist aber überhaupt nicht für eine Beurteilung des medizinischen Sachverhalts qualifiziert. Das Arztgeheimnis hat indes sehr hohen Stellenwert in Deutschland – zu Recht. Beispielsweise hat ein Arbeitgeber auch kein Anrecht, den Grund einer Krankschreibung zu erfahren. Die verpflichtende Mitteilung des Attests, inklusive der Diagnose, an das Landesprüfungsamt stellt also allein schon eine eklatante Verletzung des Persönlichkeitsrechts dar, die eine logischen Grund entbehrt.

Förderung der Künstlichen Befruchtung für Schleswig-Holstein

Jedes siebte Paar in Deutschland hat Probleme ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Dies führt zu einer sehr belastenden Situation für alle Beteiligten die auch psychische Leiden hervorrufen kann. Unter strengen Voraussetzungen werden für drei Behandlungszyklen einer künstlichen Befruchtung 50% der Kosten von Krankenkassen übernommen. Dabei gilt auch das notwendige Kriterium verheiratet zu sein und das Alter von 40 Jahren nicht überschritten zu haben. Zudem bleiben trotz der anteiligen Kostenübernahme enorme Kosten von 1.500-2.000 Euro pro Behandlungszyklus übrig. Der Bund hat deswegen ein Programm ins Leben gerufen, bei dem Land und Bund gemeinsam Paare dabei unterstützen, diese verbleibenden Kosten zu decken. Grundlage hierfür ist die „Richtlinie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion“. Neun Bundesländer beteiligen sich an diesem Programm, das circa 25% der übrigen Kosten übernimmt. Hierbei muss je nach Wunsch des Bundeslandes nicht das Kriterium gelten, verheiratet zu sein, sondern es kann auch das Kriterium gelten, in einer auf Dauer angelegten Partnerschaft zu leben. Schleswig-Holstein gehört leider nicht zu den Bundesländern, die sich am Programm beteiligen. Wir fordern deswegen die Landesregierung dazu auf, sich an dem Programm zu beteiligen und insbesondere das Kriterium liberal zu gestalten, dass man in Schleswig-Holstein für eine Förderung nicht verheiratet sein muss.Die Altersgrenze von 40 Jahren bleibt dabei, aufgrund der abnehmenden Wahrscheinlichkeit eines Erfolges, unberührt.

Jungen Menschen eine Stimme geben – Wählen ab 16

Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein fordern, das Wahlalter auf allen politischen Ebenen auf 16 Jahre herabzusetzen. Die Altersgrenzen für das passive Wahlrecht sollen für alle öffentlichen Ämter, einschließlich des Bundespräsidenten, auf das Alter der Volljährigkeit herabgesetzt werden.

Wir halten dies vor dem Hintergrund positiver Erfahrungen bspw. bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und mit Blick auf das steigende politische Engagement junger Menschen für den richtigen Weg. Zusammen mit den Freien Demokraten wollen wir uns auf allen Ebenen für dieses Anliegen einsetzen.

Gleichstellungsbeauftragte als Antidiskriminierungsbeauftragte/r

Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein fordern die Umfunktionierung der Gleichstellungs-beauftragten gemäß Gleichstellungsgesetz des Landes und des Bundes in eine oder einen Antidiskriminierungsbeauftragten.

Die alleinige Vertretung der Frauen soll damit in eine Vertretung aller Geschlechter umgewandelt werden. In Abgrenzung zum Personalrat soll die oder der Antidiskriminierungsbeauftragte auf ein ausgewogenes Beschäftigungsverhältnis hinwirken und bei Diskriminierung oder Mobbing als mediative Stelle ansprechbar sein.

Es lebe der Staat Israel

Die Verantwortung Deutschlands für die Existenz Israels ist für die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein ein zentraler Bestandteil der deutschen Staatsräson. Die Akzeptanz Israels als Staat sowie die Verteidigung der Freiheit und Sicherheit seiner Bevölkerung mit menschen- und völkerrechtskonformen Mitteln müssen weiterhin ein zentrales Prinzip der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik sein. Die Bundesrepublik Deutschland muss überall und jederzeit Antisemitismus und jenen Kräften, welche das Existenzrecht Israels in Frage stellen, entgegenwirken. Zudem verurteilen die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein die dutzenden UN Resolutionen, in denen israelfeindliche Sprache enthalten ist. Weiter ist zu kritisieren, dass die Europäische Union die Resolutionen mitträgt. Deutschland sei hier aufgefordert, eine öffentlich wirksame Debatte über das Abstimmungsverhalten der EU in Gang zu setzen.

Barrierefreie und behindertengerechte Freizeitstätten

Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein setzen sich für den Ausbau und Erhalt von barrierefreien Freizeitstätten ein, die für Kinder- und Jugendfreizeiten genutzt werden. In den jungen Jahren lernen die Kinder und Jugendlichen, die Vorurteile und Berührungsängste gegenüber Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen abzubauen. Dies ist auch nur dann gegeben, wenn die Freizeitstätte den Zugang zu den Plätzen und Räumlichkeiten entsprechend anbietet. Gerade Freizeitstätten, die als barrierefrei und als behindertengerecht gelten, müssen überprüft werden, ob dies auch der Wirklichkeit entspricht – notfalls müssen Verbesserungen vorgenommen werden.

Schach in der Schule

Die JuLis Schleswig-Holstein sprechen sich dafür aus, SchachAGs an den Schulen in Kooperation mit Schachvereinen im Land zu fördern, mit dem Ziel, an möglichst vielen Schulen in Schleswig-Holstein eine Schach-AG anzubieten.

Abschaffung des Friedhofszwangs

Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein setzten sich für die Abschaffung des Friedhofszwangs ein. Die Vorschrift stellt einen Eingriff in die freie Entfaltung der Persönlichkeit dar. Des Weiteren entsteht hier ein ungerechtfertigtes Monopol des Staates, Orte der Totenruhe anzubieten. Das Testament bietet den Menschen insbesondere die Möglichkeit, über Art und Ort der Bestattung zu entscheiden. Wenn es testamentarisch verfügt ist, muss dem Wunsch des Verstorbenen durch Zulassung alternativer Bestattungsformen Rechnung getragen werden.

Davon bleibt die Pflicht unberührt, den Toten einer fachlichen Behandlung zu unterziehen. Dies soll eine Ausbreitung von Seuchen vermeiden.