#TamponTax – Gegen die Deklarierung von Notwendigkeit zu Luxus

     
         

Durchschnittlich 444 Mal im Leben für jeweils 5 Tage hat eine jede Frau ihre Periode. Alsbald vergegenwärtigen sich dann die Schattenseiten der Situation und verglichen mit den körperlichen Unannehmlichkeiten steht meist nicht der finanzielle Aspekt im Vordergrund. Dieser ist schließlich unumgänglich und ein hinzukommendes notwendiges Übel. Aber wieso eigentlich?

Damenhygieneprodukte wie Binden, Tampons und Ähnliches werden im Handel mit einer Umsatzsteuer von 19% angeboten. Dieser Steuersatz war ursprünglich für Luxusartikel angedacht. Doch nicht der Luxus, sondern die Notwendigkeit der Nutzung verursacht das Bedürfnis nach besagten Produkten. Um dieser finanziellen Belastung, die einseitig auf das weibliche Geschlecht verteilt ist, entgegenzuwirken, fordern wir, Damenhygieneprodukte mit dem ermäßigten Steuersatz von 7% zu versteuern, was in Anlage 2 UstG einzufügen ist. Darüber hinaus muss der Zugang zu den Produkten eine Vereinfachung erfahren, weshalb öffentliche Toiletten Automaten mit Damenhygieneprodukten anbieten müssen. Des Weiteren sind für die Unterhaltung eines Automaten für die Damenhygieneprodukte in Unternehmen Anreize zu schaffen. Besonders in Schulen sollte ein kostengünstiger Zugang zu Damenhygieneprodukten
ermöglicht werden.