Kolkraben verursachen in Teilen Deutschlands zunehmende Schäden in der
Nutztierhaltung. Besonders betroffen sind Tiere während oder unmittelbar nach der
Geburt.
Berichte aus der Landwirtschaft zeigen, dass vor allem Lämmer und Ferkel Ziel von
Angiffen werden. Dies erschwert zunehmend eine freie Weidehaltung und das Ablammen
sowie Abferkeln im Freiland.
Der Kolkrabe steht derzeit unter strengem Schutz, obwohl die Art aktuell nicht als
gefährdet gilt. Deswegen ist es für Landwirte aktuell nicht möglich, etwas gegen die
Angriffe zu tun.
Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein fordern daher:
Eine bundesweite wissenschaftliche Erhebung der Kolkrabenpopulation sowie der Schäden
in der landwirtschaftlichen Tierhaltung.
Die Aufnahme des Kolkraben in das Bundesjagdgesetz, um ein rechtssicheres Management
einschließlich gezielter Entnahmen nach Artikel 9 der EU-Vogelschutzrichtlinie in
Schadensgebieten zu ermöglichen.