Junge Liberale SH lehnen Glyphosat- Verbot strikt ab

Auf dem vergangen Landeskongress haben die Jungen Liberalen ein Grundsatzpapier für Agrarpolitik beschlossen.

Kernpunkte des Beschlusses sind die Ablehnung eines Glyphosatverbots, die Stärkung der Wertschätzung durch gezielte Bildungsmaßnahmen, die Forderung nach einer niedrigeren Förderungsschwelle, um den Glasfaserausbau im ländlichen Bereich voran zu treiben sowie die Bekräftigung der Forderung den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen.

„Unser Bekenntnis ist klar: Wir brauchen in Schleswig- Holstein eine Unterstützung dieses so wichtigen Berufszweiges – dafür stehen wir als Junge Liberale“, so der Landesvorsitzende Max Mordhorst.

Der stellvertretende Vorsitzende und Antragssteller Moritz Hausberg ergänzt: „Ein Verbot von Glyphosatlehnen wir ab. Die Alternativen sind entweder schlechter untersucht und potentiell gefährlicher oder aber in einer Preisklasse, die insbesondere kleinere Betriebe vor eine nicht zu stemmende finanzielle Belastung stellen würde. Am Ende könnten also nicht nur die Landwirte die großen Verlierer eines Verbots sein, sondern auch die Umwelt. Sinnvoller wäre, mehr Geld in die Forschung zu Alternativen zu stecken und solange die Zulassung von Glyphosat zu verlängern.“

CDU und Grüne wollen enteignen – die einen Wohnraum, die anderen Lebenszeit

Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein hatten am vergangenen Samstag, den 30.11.2019 ihren letzten Landeskongress des Jahres 2019.

Der Landesvorsitzende Max MORDHORST griff in seiner Eröffnungsrede die Bundesparteien von CDU und Grüne scharf an:

„Wir sorgen uns um die Zukunft: Wir sorgen uns um die Bildung, wenn Bayern lieber den Vergleich mit Bremen als mit Südkorea sucht. Wir sorgen uns um die Freiheit an Hochschulen, wenn Professoren und Politiker dort nicht mehr reden dürfen. Und wir sorgen uns um das Eigentum; während die Grünen Wohnraum enteignen wollen, will die CDU Lebenszeit zur parteiinternen Profilierung auf Kosten junger Menschen enteignen.“

Über 60 Mitglieder und Gäste nahmen am programmatischen Kongress in Rendsburg teil. Mit 11 beschlossenen Anträgen wurden richtungsweisende Inhalte für die kommenden Wahlen in die Beschlusslage aufgenommen. Das Spektrum war, von agrarpolitischen bis hin zu finanzpolitischen Themen, extrem breit.

Uploadfilter sind Gift für die Meinungsfreiheit

Anlässlich der Aktion der Jungen Liberalen Schleswig-
Holstein, zusammen mit dem Europa-Spitzenkandidaten der
FDP Schleswig-Holsteins Helmer Krane, gegen Artikel 11 und
13 der EU-Urheberrechtsrichtlinie im Vorfeld des
Landesparteitags der FDP SH erklärt der Landesvorsitzende
Max MORDHORST:
„Trotz aller Schein-Kompromisse und Umbenennungen steht
da immer noch eine Richtlinie, die eine Gefahr für die
Meinungs- und Pressefreiheit darstellt. Hier werden
Freiheitsrechte im Internet von einer ganzen Generation durch
CDU und SPD verspielt. Darauf müssen wir immer wieder
aufmerksam machen – ob durch Demonstrationen auf der
Straße oder gezielte Aktionen von uns zusammen mit Helmer
Krane vor dem Landesparteitag der FDP.“
„Die Jungen Liberalen haben sich schon frühzeitig klar gegen
Uploadfilter jeglicher Art positioniert. Eine solch klare Haltung
wäre auch von Union und SPD wünschenswert gewesen.
Uploadfilter sind und bleiben Gift für die Meinungsfreiheit”,
ergänzt der Pressesprecher Moritz HAUSBERG.

Echte Gleichberechtigung durch gezielte Maßnahmen statt falsche Zahlen

Die JuLis SH betrachten den Equal Pay Day und dessen Berechnungsgrundlage kritisch. “Die Behauptung eines geschlechtlichen Gehaltsunterschieds von 21% ist bei genauer Betrachtung nicht zu halten. Je nach Berechnungsgrundlage ist ein bereinigter Wert von 2-7 % anzunehmen, wenn man die Prämisse “gleicher Lohn für gleiche Arbeit” setzt”, so die stellvertretende Landesvorsitzende Theresa Leinkauf. Weiter führt sie aus: “Natürlich sind auch 2-7% keine Entbindung davon, sich für gleiche Bezahlung weiter durch gezielte Maßnahmen einzusetzen.”

Der Landesvorsitzende Max Mordhorst ergänzt dazu: “Schaut man sich die Statistiken an, geht die Bezahlung nicht schon von Beginn an zwischen den Geschlechtern auseinander, sondern erst, wenn Kinder geboren werden. Der große Knick kommt immer mit Kind – für welches meist noch Frauen sich entscheiden, beruflich kürzer zu treten.” Gerade deswegen sei es so wichtig, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung von Kinderbetreuung und zur Schaffung eines kinderfreundlichen Arbeitsumfeldes in den Blick zu nehmen. “Die wichtigen Investitionen in die dank Minister Garg vorangetriebene KiTa-Reform sind daher ein weiterer wichtiger Schritt auf einem langen Weg in Richtung tatsächliche Gleichberechtigung.”