Echte Gleichberechtigung durch gezielte Maßnahmen statt falsche Zahlen

Die JuLis SH betrachten den Equal Pay Day und dessen Berechnungsgrundlage kritisch. “Die Behauptung eines geschlechtlichen Gehaltsunterschieds von 21% ist bei genauer Betrachtung nicht zu halten. Je nach Berechnungsgrundlage ist ein bereinigter Wert von 2-7 % anzunehmen, wenn man die Prämisse “gleicher Lohn für gleiche Arbeit” setzt”, so die stellvertretende Landesvorsitzende Theresa Leinkauf. Weiter führt sie aus: “Natürlich sind auch 2-7% keine Entbindung davon, sich für gleiche Bezahlung weiter durch gezielte Maßnahmen einzusetzen.”

Der Landesvorsitzende Max Mordhorst ergänzt dazu: “Schaut man sich die Statistiken an, geht die Bezahlung nicht schon von Beginn an zwischen den Geschlechtern auseinander, sondern erst, wenn Kinder geboren werden. Der große Knick kommt immer mit Kind – für welches meist noch Frauen sich entscheiden, beruflich kürzer zu treten.” Gerade deswegen sei es so wichtig, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung von Kinderbetreuung und zur Schaffung eines kinderfreundlichen Arbeitsumfeldes in den Blick zu nehmen. “Die wichtigen Investitionen in die dank Minister Garg vorangetriebene KiTa-Reform sind daher ein weiterer wichtiger Schritt auf einem langen Weg in Richtung tatsächliche Gleichberechtigung.”

Max Mordhorst ist neuer Landesvorsitzender

Auf ihrem Landeskongress am 09. und 10. März haben die Mitglieder der Jungen Liberalen Schleswig-Holstein Max Mordhorst mit 89% der Stimmen zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Mordhorst dazu: “Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen und freue mich, mit einem starken Team in die kommende Amtszeit zu starten. Besonders freut mich, dass das politische Engagement der Schüler bei uns stark zugenommen hat – am Wochenende statt in der Schulzeit.” Auf dem Landeskongress wurde neben Anträgen zur Bildung, Umwelt und Infrastruktur auch eine Satzungsänderung beschlossen, die vorsieht, dass die “Liberalen Schüler SH” neugegründet werden. In den vergangenen Monaten gab es insbesondere viel Zulauf von Schülern bei den Jungen Liberalen. Mit der Neugründung soll zum einen die Hemmschwelle von jungen Menschen, sich politisch zu engagieren, auf ein Minimum herabgesetzt werden und zum anderen könne so einfacher und verstärkt auf die Anliegen von Schülern eingegangen werden. Als stellvertretender Landesvorsitzender und
Landespressesprecher wurde Moritz Hausberg im Amt bestätigt sowie Florian Meyer als stellvertretender Landesvorsitzender für Organisation. Neu im Amt ist Theresa Leinkauf als stellvertretende Landesvorsitzende für Programmatik. Der Vorstand wird mit Thomas Reimer als Schatzmeister sowie 6 Beisitzern komplettiert.

Liberalismus beschränkt sich nicht nur auf Wirtschaftspolitik

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner warb in einem Interview um enttäuschte Merz-Wähler und bezeichnete Friedrich Merz als “Gleichgesinnten”. Während dies in Bezug auf wirtschaftspolitische Positionen durchaus berechtigt ist und wir es begrüßen, dass nun Themen wie Steuersenkungen, Bürokratieabbau und eine damit verbundene Entlastung der Mitte wieder in den Fokus des Diskurses gerückt sind, darf die FDP nicht den Eindruck entstehen lassen, sie würde ihr Fähnchen nach dem Wind hängen. Stattdessen gibt es insbesondere in gesellschaftspolitischen Fragen deutliche Unterschiede zur CDU – egal ob Ehe für Alle, die dringend notwendige Cannabis-Legalisierung oder die ersatzlose Streichung von § 219a StGB.
Wenn die FDP aufgrund der wirtschaftsliberalen Postionen um Merz-Anhänger wirbt, muss gleichzeitig  bewusst gemacht werden, dass sich Liberalismus gleichermaßen auf gesellschaftliche Themen bezieht und mit zahlreichen konversativen Positionen nicht vereinen lässt. Die Zeiten der Klientel-Werbung und des Bindestrichliberalismus sollten seit 2013 der Vergangenheit angehören.

Kommunalwahl 2018

Am vergangenen Sonntag fanden in Schleswig-Holstein die kommunalen Wahlen statt. Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein starteten im Frühjahr dieses Jahres in einen engagierten Wahlkampf vor Ort und online. Sie riefen sich selbst das Ziel aus, die Ergebnisse möglichst zu verdoppeln.

Im Landesschnitt ist es den Freien Demokraten gelungen, einen Zuwachs von 1,7% zu erzielen.

Dazu der Landesvorsitzende Christoph ANASTASIADIS (22), welcher selbst als Kandidat für die FDP in Flensburg auf Listenplatz 5 und im Wahlkreis Tarup/Engelsby kandidierte: Die Jungen Liberalen zeigen sich grundsätzlich zufrieden mit den Wahlergebnissen der Freien Demokraten bei der Kommunalwahl. Landesweit konnten vielerorts  leichte bis   mittlere Zuwächse erzielt werden, teilweise sogar bessere Ergebnisse als bisher. Dennoch muss leider auch festgehalten werden, dass nicht überall das ausgegebene Ziel erreicht werden konnte, die Wahlergebnisse zu verdoppeln. Hier muss im Zweifel geprüft werden, wie mit einer guten inhaltlichen Arbeit in den kommenden Jahren wieder mehr Vertrauen aufgebaut werden kann. Hierzu wollen auch die Jungen Liberalen weiterhin ihren Beitrag leisten, indem wir mit jungen Leuten und neuen Ideen in die Partei hineinarbeiten.

Schon jetzt war das Engagement vieler Mitglieder im Wahlkampf erfreulich. Gerade junge Generationen müssen noch lange mit den Entscheidungen leben, die heute in der Kommunalpolitik getroffen werden. Es ist daher begrüßenswert, wie viele junge Menschen sich in die Kommunalpolitik einbrigen wollen. Wir wünschen uns eine zukunftsweisende Politik, die sich ernsthaft mit den großen Herausforderungen vor Ort auseinandersetzt. Wir wollen vorankommen bei Fragen des KiTa-Ausbaus, der Schulsanierung und der Abgabenpolitik. Natürlich gilt aber allen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern ein besonderer Dank, denn bereits zum dritten Mal seit der Landtagswahl 2017 musste um das Vertrauen der Menschen geworben werden.”

Junge Liberale stehen geschlossen hinter Aygül Kilic

Seit vergangenem Samstag ist der Wahlkampf in unserem Land in vollem Gange. In Neumünster tritt erstmals eine
gläubige Muslima für die Freien Demokraten an. Mit Erschüttern beobachten wir die öffentliche Debatte in den sozialen Medien hierzu.
Dazu unser Stellvertretender Landesvorsitzender, Maximilian MORDHORST: ,,Wir als Junge Liberale haben viele Anliegen und Ideen, wie es in diesem Staat anders laufen könnte. Dennoch stehen wir fest auf dem Boden deutscher und europäischer Grundsätze, mit denen die Religionsfreiheit untrennbar verbunden ist. Jeder, der diese Grundsätze angreift und versucht, Kulturkonflikte zu seinem eigenen Vorteil zurück in die Politik zu bringen, will nichts in Schleswig-Holstein, Deutschland oder Europa erreichen und verbessern, sondern Gräben aufreißen, um
sich selbst, anstatt Themen zu setzen, durch künstlich erzeugte Aufregung im Gespräch zu halten. Der gesamte Landesvorstand der Jungen Liberalen Schleswig-Holstein wünscht Aygül Kilic viel Erfolg für den weiteren Wahlkampf!“