Daniel Günther setzt in der Wirtschaftspolitik die falschen Prioritäten

In Schleswig-Holstein steht der Deal um Northvolt auf der Kippe. Es geht hier um milliardenschwere Investitionen, Arbeitsplätze und die Folgen für den Wirtschaftsstandort.
Statt sich um diese Dinge zu kümmern, beschäftigt sich MP Daniel Günther lieber mit dem Cosco Deal der Volksrepublik China. Für die Jungen Liberalen SH setzt die Nord-CDU in dieser Zeit die falschen Prioritäten.

„Das muss sich dringend ändern“, so der Landesvorsitzende Kevin Grube:

„Die Prioritätensetzung des Ministerpräsidenten Daniel Günther wirken in Bezug auf wirtschaftliche Entwicklung und Investitionen sehr fragwürdig. Einerseits setzt sich Daniel Günther deutlich für eine Beteiligung der Volksrepublik China am Hamburger Hafen ein und macht klar wie wichtig Investitionen und wirtschaftlicher Erfolg des Hamburger Hafens für Schleswig-Holstein sind.
Und andererseits müssen wir in Schleswig-Holstein Sorge haben, dass Daniel Günther die Northvolt-Ansiedlung in seinem eigenen Bundesland scheitern lässt. Dabei wäre die Northvolt-Ansiedlung ein wichtiger Schritt für den zukünftigen Energie- und Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein. Bisher liefert Daniel Günther als Ministerpräsident aber zu wenig. Warme Worte allein reichen in dieser Situation nicht.
Die Landesregierung um Daniel Günther muss jetzt konkrete Anreize für die Ansiedlung schaffen. Ein Ende der Benachteiligung Schleswig-Holsteins beim Netzentgelt und eine Absenkung der Energiepreise insgesamt sind dabei nur zwei mögliche Maßnahmen, die zügig angegangen werden müssen.“

Luftfilter an die Schulen – endlich!

Die Jungen Liberalen Schleswig-Holstein und die Liberalen Schüler Schleswig-Holstein bekräftigen ihre Forderung nach einem deutlich verstärkten Einsatz von Luftfiltern an den Schulen. Schleswig-Holstein hinkt dabei laut einem Artikel der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung („Mit Luftfiltern gegen das Virus?“ von Dirk Fisser und Markus Lorenz, 13.10.2022) deutlich hinter anderen norddeutschen Bundesländern (z.B. Bremen oder Mecklenburg) zurück.

Dazu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Liberalen SH, Kardo Hussein:
„Junge Menschen haben in dieser Pandemie am meisten durch die Coronamaßnahmen leiden müssen, insbesondere durch die Maskenpflicht und Schulschließungen. Wir müssen daher jede Möglichkeit ausschöpfen, um einen reibungslosen Schulunterricht zu gewährleisten, der auch den Aspekt des Gesundheitsschutzes mit umfasst. Die breite Installation von Luftfiltern in Klassenräumen ist daher längst überfällig.“

Ähnlich äußert sich der stellvertretende Vorsitzende der Liberalen Schüler SH, Anton Gronau:
„Wir beobachten aktuell steigende Infektionszahlen. Dennoch sind Schulschließungen grundsätzlich auszuschließen, in einem unerwartbar dramatischen Fall könnten sie allerdings wieder Einzug in die Diskussion finden und (energieintensiveres) „Homeschooling“ wieder vor der Tür stehen. Um dieser Gefahr vorzubeugen, sind Luftfilter nach vielen Studien ein effektives Mittel. Auch mit Blick auf andere, gerade unter Kindern verbreitete Infektionskrankheiten fordern wir bereits seit Januar ein flächendeckendes Programm zur Installation von Luftfiltern, das sich im Alltag der Schüler bemerkbar macht.“

Junge Liberale SH fordern den Truppenabzug aus Mali

Die Jungen Liberalen sind der Überzeugung, dass der westliche Einfluss durch die malische Regierung in den letzten Monaten gezielt geschwächt wurde. Überflugverbote, das Verhindern von Truppenrotationen und die immer stärker werdende Kooperation mit Russland senden klare Signale Richtung Europa.

Der Landesvorsitzende KEVIN GRUBE dazu:
„Die Zeit den Mali Einsatz zu beenden ist gekommen! Verhindern wir einen Kontrollverlust!“

Die Militärregierung in Mali hat mit ihren Taten deutlich gezeigt, dass nicht die Bekämpfung des Terrors sondern das Schikanieren des Westens oben auf der Prioritätenliste steht.

„Unter diesen Umständen lässt sich diese Mission nicht erfolgreich weiterführen und setzt unseren Soldaten einer unnötigen Gefahr aus.“, so der Landesvorsitzende KEVIN GRUBE.
Auch unsere europäischen Partner wie Frankreich und Kanada haben dies bereits erkannt und ihr Engagement in Mali angepasst.

Für die Jungen Liberalen in Schleswig-Holstein ist klar: Deutschland muss jetzt auch dringend reagieren und sich organisiert sowie kontrolliert aus Mali zurückziehen.

Junge Liberale SH: „Ministerien-Memory der Grünen GroKo“

Die Jungen Liberalen sind irritiert von dem durch CDU Schleswig-Holstein und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Schleswig-Holstein vorgestellten Koalitionsvertrag.
Der nun vorliegende Vertrag sorgt für Verwunderung.
Der Landesvorsitzende KEVIN GRUBE dazu:
„Es kann sich nur um grünes Brainstorming handeln, welches durch ein konservatives Sieb geschmissen wurde!“ anders lässt sich für ihn das Ergebnis nicht erklären.

Schleswig-Holstein befindet sich in einer schwierigen Zeit, geprägt durch die Corona Pandemie und den Krieg in der Ukraine mit all ihren Folgen für die Bürger dieses Landes und unserer Wirtschaft. Trotz dieser herausfordernden Jahre, die da kommen, ist wenig von Seiten der grünen GroKo zu erkennen.
Statt Gestaltungswillen wirkt der Vertrag mehr wie ein seichter Händedruck ohne konkrete Folgen.

„Statt Aufbruch gibt es Postenschacherei: Das Gesundheitsressort ins Justizministerium zu verlagern und zugleich zwei weitere Minister sowie vier zusätzliche Staatssekretäre zu erfinden, grenzt an ein Ministerien-Memory der Unsinnigkeiten“ so GRUBE.

Für die Liberalen ist somit klarer denn je, das es jetzt eine gute Oppositionsarbeit dringend benötigt.

Junge Liberale SH: „Neuer Kurs nach der Landtagswahl“

Am vergangenen Wochenende hatten die junge Liberalen Schleswig- Holstein ihren ersten Landeskongress des Jahres 2022 in Lübeck.

Der langjährige Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Max Mordhorst trat nicht erneut an.
Ihm folgte Kevin Grube als neuer Landesvorsitzender mit einem neuen Team.

Im geschäftsführenden Vorstand wurde Fabian Bolk als stellvertretender Landesvorsitzender im Amt bestätigt.
Neu gewählt als Stellvertreter sind Kardo Hussein, Elias Arp und neuer Landesschatzmeister ist Kevin Kupfernagel.

Komplettiert wurde der Vorstand durch die Wahl der Beisitzer.
Gewählt wurden Anna Weigand, Luisa Kruse, Anton Haut, Johann Wudtke, Katharina Päschel und Patrick Rathje.

Im Anschluss an die Vorstandswahlen ging es in die Debatte.
Ein großer Fokus lag hier auf der Aufarbeitung des Landtagswahlergebnisses.
Der neue Vorsitzende GRUBE sagte dazu: „Das Ergebnis ist ein Warnsignal. Jetzt braucht es Veränderungen in der FDP Schleswig-Holstein! Wir als JuLis werden mit für die Umsetzung sorgen!“
Hierzu stand ein Forderungspapier an die FDP zur Beratung.
In ihrem Forderungspapier wollen die Jungen Liberalen neben der Aufarbeitung des Ergebnisses die Partei bereit für die zukünftigen Wahlkämpfe machen.
Gerade im Hinblick auf das Profil der Partei sei es wichtig, sich nicht unter Wert zu verkaufen.

„Wir wollen regieren aber nicht um jeden Preis“ so GRUBE.

Neu gewählter Landesvorstand 2022

Junge Liberale SH: „Kabinett der Bremsen“

Die Jungen Liberalen sind fassungslos, dass sich Daniel Günther und die CDU gegen eine Zusammenarbeit mit der FDP entschieden hat.
Der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen SH KEVIN GRUBE dazu: „Das Motto KurSHalten war scheinbar gelogen! Daniel Günther entscheidet sich für Schneckentempo und den Rückwärtsgang für SH. Wir werden sehen, was sich in einem Kabinett des Bremsens bewegen lässt.“

Für die Jungen Liberalen steht fest, dass es in der Jamaika-Regierung elementare und beliebte Projekte gab, welche in einer Schwarz-Grünen Regierung gebremst oder gestoppt werden.

„Infrastrukturausbau, frühkindliche Bildung, wirtschaftliche Stärke und Innovationen im Bereich Klimaschutz – dies waren beliebte Jamaika- Projekte, welche zukünftig durch die Grünen in das Eisfach der Landespolitik gelegt werden!“ so GRUBE.

Die Liberalen standen für eine Fortführung von Jamaika bereit, so war auch der Auftrag der Wähler.
Dass nun die mit beliebteste Landesregierung auf Entscheidung der CDU und Grünen endet, stempelt Jamaika zu einem reinen Zweckbündnis ab.

Für den neuen Landesvorsitzenden KEVIN GRUBE ist weiterhin klar: „Eine Fortführung der guten Arbeit von Jamaika ist dennoch möglich – mit Schwarz-Gelb!“

Die allgemeine wirtschaftliche Situation bräuchte gerade jetzt mehr denn je die nötige Expertise am Kabinettstisch, die nur die FDP bietet.
Auf den neuen Kurs der CDU mit mehr Schulden und dem Bremsen der Wirtschaft im Land wird die FDP künftig aus der Opposition klar antworten.

Unsere Spitzenkandidatin – Theresa Leinkauf

Theresa ist 28 Jahre und lebt seit dem Beginn ihres Studiums in Kiel.
Sie hat ein abgeschlossenes Studium der Geowissenschaften in Kiel mit Masterabschluss.
Sie ist leidenschaftliche Taucherin, und machte während des Studiums ihren Forschungstauchschein.

Vor diesem Hintergrund liegen ihr Umwelt und Klimapolitik, gerade in den Bereichen Meeres- und Küstenschutz am Herzen – ein besonders wichtiges Thema im schönsten Bundesland zwischen den Meeren.

Theresa engagiert sich ehrenamtlich bei uns Julis und der FDP seit 2017.
Sie ist unsere Landesprogrammatikerin und soll uns im nächsten Landtag vertreten!

Persönliche Nachricht unseres Bundestagsabgeordneten Max Mordhorst

Nach der Bundestagswahl am vergangenen Wochenende ist unser Landesvorsitzender und Spitzenkandidat für den Bundestag als einer der vier schleswig-holsteinischen Abgeordneten der Freien Demokraten in den Bundestag eingezogen.

Max bedankte sich mit folgender Nachricht an die Mitglieder der Jungen Liberalen Schleswig-Holstein:

Liebe JuLis,

Liebe Unterstützer und Wahlkämpfer,

zuallererst: Danke. Das kam in den letzten Tagen sicherlich schon häufig gerade für diejenigen, die Plakate aufgehängt, in ihrem Bekanntenkreis diskutiert oder am Wahlstand die liberale Fahne hochgehalten haben. Dennoch kann dieser Dank nie zu oft und zu stark sein; denn Ihr habt ihn nach diesen kämpferischen 6 Wochen mehr als verdient.

 

Wir haben uns in diesem Wahlkampf vor allem in der Fläche bewährt: Statt nur in den großen (vor allem Universitäts-)Städten haben in wirklich allen Kreisen des Landes Junge Liberale für unsere Überzeugungen gekämpft, viele durfte ich dabei unterstützen. Es ist ein tolles Zeichen, wenn unser seit Jahren andauerndes Mitgliederwachstum und der Aufbau von Strukturen in allen Kreisen zu solch einem Ergebnis führen.

 

Auch als Euer Spitzenkandidat darf ich Euch berichten: Unser Engagement, das sicher mitverantwortlich für das überdurchschnittliche Ergebnis ist, hat mich knapp, aber mittlerweile sicher in den Bundestag gebracht. Die Hälfte der FDP-Bundestagsabgeordneten aus Schleswig-Holstein sind damit JuLis. Gyde & ich freuen uns unglaublich, unsere Inhalte nun noch stärker vertreten zu können. Ganz nebenbei bin ich auch der jüngste Abgeordnete der FDP-Fraktion; ob des ganzen Bundestags, ist noch nicht sicher. Ich selbst habe nun noch einige stressige Tage vor mir: Wir hatten in Berlin bereits die erste Fraktionssitzung und als neu gewählter Abgeordneter muss man sich in sehr viele Strukturen neu einfinden. Möglicherweise finde aber auch ich am Wochenende etwas Zeit, um das Ganze wirklich zu realisieren.

 

Als Landesvorsitzender bin ich unglaublich stolz auf diesen Verband. Den Landesvorstand, die Kreisvorsitzenden, jedes Mitglied. Wir haben mit über 600 Mitgliedern Strukturen, die uns optimistisch auf die so wichtige Landtagswahl im kommenden Jahr blicken lassen. Das Ergebnis der Bundestagswahl sollten wir da noch einmal deutlich toppen und bei Jung- und Erstwählern stärkste Kraft werden. Dass wir in dieser Gruppe so unglaubliche Erfolge feiern, ist wiederum ebenfalls zu einem großen Teil den vielen tollen JuLis zu verdanken.

 

Sollte sich das Bundestagswahlergebnis nun auch mit der Sitzung des Bundeswahlausschusses am 15. Oktober bestätigen und ich sicher eingezogen sein, stehe ich selbstverständlich zu meinem Wort und werde zur nächsten regulären Wahl des Landesvorstandes im Februar/März nicht erneut antreten. Drei Jahre werde ich den Verband dann geführt haben – meine feste Überzeugung ist, dass es eine der wichtigsten Aufgaben der JuLis ist, immer neue Talente hervorzubringen. Weiteres dazu aber beim nächsten Landeskongress, auf den ich mich bereits gewaltig freue.

 

Auch weiterhin stehe ich Euch natürlich jederzeit für Fragen zur Verfügung – gerade als Bundestagsabgeordneter.

 

Genießt die freieren Tage nach dem Wahlkampf. Bis bald!

 

Liebe Grüße

Max

Junge Liberale SH: Digital in den Wahlkampf

Demokratische Verfahren dürfen selbst in einer Pandemie nur so viel leiden, wie es nötig ist, eigentlich gar nicht. Am vergangenen Sonntag hat daher unser digitaler Landeskongress und die turnusgemäßen Wahlen stattgefunden! Max Mordhorst, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat zur Bundestagswahl, stellte sich auf dem Kongress zur Wiederwahl.

 

In seiner Bewerbungsrede machte Max Mordhorst allen gesellschaftlichen Gruppen ein Angebot, die ihre Heimat bei den Liberalen finden könnten: „Schüler, die abgehängt werden, Studenten, die völlig aus dem Fokus geraten sind, Menschen, die vereinsamen, und über allem schwebt eine Pandemie. Wir Liberale liefern zurzeit die einzige Alternative mit der vernünftigen Abwägung zwischen Freiheit und notwendigen Einschränkungen.“ Weiter verwies er auf die dringende Notwendigkeit eines Wiederaufbauplans: „Entscheidend wird sein, wie wir die Zeit nach der Pandemie gestalten. Wir Julis müssen Impulse für weniger Bürokratie, mehr Investitionen in eine moderne Bildung und eine starke Erneuerung unserer Wirtschaft liefern.“

 

Neben dem wiedergewählten Vorsitzenden Max Mordhorst, sind in den geschäftsführenden Landesvorstand Theresa Leinkauf, Florian Meyer, Fabian Bolk als stellvertretende Landesvorsitzende und Kevin Grube als Schatzmeister eingezogen. Komplettiert wurde der Vorstand durch die Wahl der sechs Beisitzer Janne Groß, Broder Söhl, Luca Kohls, Marvin Petersen, Elias Arp und Florian Bieder. Neben den Wahlen durften auch die inhaltlichen Debatten nicht fehlen. So wurden unter anderem Anträge wie „Kampfansage an den militanten Tierschutz“ beschlossen, welcher vorsieht Maßnahmen gegen militant operierende Tierschutzvereinigungen zu verschärfen.

Söder & die Krise – das große Missverständnis

Ministerpräsidenten und Kanzlerin haben neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise beschlossen. Mehr Einschränkungen, ein weiteres Stilllegen von Gastronomie und Kultur sowie weitere Regulierungen für Schule und Sport sollen die Infektions- und damit auch Todeszahlen senken. Im Zentrum steht mal wieder einer, der sich passend zu inszenieren weiß: Der bayerische Ministerpräsident, der selbst die Videokonferenz mit Maske durchführt.

 

Söder inszeniert sich bei einer Videokonferenz mit Maske
Söder inszeniert sich bei einer Videokonferenz mit Maske

 

Markus Söder ist beliebt. So richtig. In der Top 5 der beliebtesten lebenden Bayern ist er wohl einzuordnen, neben Franz Beckenbauer, Barbara Schöneberger, Dirk Nowitzki und Elyas M’Barek; der beliebteste CSU-Mann deutschlandweit ist er sowieso. Doch mindestens so sehr, wie sein Auftreten und seine Mischung aus harter Hand und grüner Seele viele Deutsche zu beeindrucken scheinen, weiß er selbst um diese Inszenierung. Die Corona-Krise lässt ihn, nachdem man kurzweilig das Gefühl bekommen konnte, er überhole die Grünen auf der E-Bike-Spur, wieder als harten Macher dastehen, der insbesondere die zahlreichen Konservativen in seiner Partei und in der Bundesrepublik an sich zu binden weiß. Das alles wäre nicht weiter beeindruckend, wenn es nicht eine kleine, aber feine Tatsache gäbe, einen Fakt, der nun einmal nicht hinwegzureden ist: Söders Auftreten trügt. Denn die Zahlen, zuallererst die Infektionszahlen der letzten 2 Monate in Bayern, sprechen eine ganz andere Sprache. Man mag es kaum aussprechen, aber Söder hat sein Land zurzeit nicht im Griff.
In Bayern explodieren die Infektionszahlen, gerechnet auf die Einwohnerzahl sind es die mit Abstand höchsten in ganz Deutschland. Fast 200.000 Menschen haben sich in Bayern mittlerweile infiziert, bei den Todesfällen ist Bayern mit über 3.500 die traurige Nummer eins. Die Karte der Landkreise sieht für Deutschlands flächenmäßig größtes Bundesland wie eine Wettervorhersage im Hochsommer aus: Rot, rot und noch mehr rot. Von einer 7-Tage-Inzidenz von 50 sind alle Landkreise bereits weit entfernt, lediglich acht liegen in Bayern noch bei unter 100. Markus Söder hat dafür eine Begründung parat: In Bayern sei viele Reiseverkehr, viel Grenze zu anderen Bundesländern und Staaten. Niedersachsen grenzt an die meisten Bundesländer und an die Niederlande, Nordrhein-Westfalen hat neben einer deutlich höheren Einwohnerzahl als Bayern auch noch Belgien zum Nachbarn – ein Land, das bekanntermaßen besonders hart getroffen wurde von der zweiten Welle. Das Land Bayern und die CSU stehen vor einer traurigen Wahrheit: Markus Söder inszeniert sich perfekt, seine Arbeit als Krisenmanager muss mindestens kritisch bewertet, wenn nicht gar einem vernichtenden Urteil unterzogen werden.
 
Maskenpflicht beim Zoom-Call
Die gesammelten Daten sind traurig für Bayern und jeden, der einen geliebten Angehörigen durch diese Krankheit verlieren musste. Gerade deswegen ist Söders Auftreten geradezu zynisch. Er selbst sieht sich ein bisschen zu gern in seiner Rolle, angesichts der Jahrhundertkrise, die es für alle gemeinsam zu bewältigen gilt. Da wird selbst nicht davor zurückgeschreckt, die Maske für einen kleinen Fotoshoot bei der Online-Ministerpräsidentenkonferenz aufzusetzen. Dass sich Viren über Internetleitungen übertragen lassen, habe ich bisher als in den Bereich der Verschwörungstheoretiker und „Querdenker“  gehörend abgebucht. Aber natürlich – das Signal zählt. Doch im Videocall mit den Ministerpräsidenten Maske zu tragen, offenbart einen weiteren Aspekt neben der Selbstinszenierung, der Söders Auftreten in der Krise bedenklich macht. Denn kurz vor jeder Ministerpräsidentenkonferenz oder anderen Entscheidungsfindung gibt es Pressemeldungen aus Bayern: Liebe Länder, jetzt hört mal zu.
Denn Markus Söder fordert auch gerne Dinge von anderen Ländern. Über allem steht immer wieder das „bundesweite Vorgehen“, das er anmahnt (welches Bundesland steht in allen Fragen so wenig für ein bundesweites Vorgehen wie Bayern), aber auch sonst wird sich nicht mit Vorschlägen zurückgehalten: Die Zügel müssten angezogen werden, einen längeren Lockdown brauche es sowieso, Lockerungen über Silvester sind Quatsch. Der Noch-Nicht- (und ich wette: Niemals-)Bundeskanzler lässt sich von so formellen Dingen wie 15 anderen Ministerpräsidenten nicht zurückhalten. Er scheint damit viele Menschen in der Bevölkerung überzeugt zu haben: Verwirrende Regeln sind vielen ein Dorn im Auge, trotz wachsender Kritik wollen die allermeisten Deutschen immer noch harte, einheitliche Maßnahmen.
 
Die Mär vom Flickenteppich
Regional unterschiedliche Regelungen werden gerne als „Flickenteppich“ abgestempelt, einzelne Kuriositäten mehr hervorgehoben als die Ungerechtigkeiten, die ein komplett einheitliches Vorgehen in deutlich höherem Maße zutage fördern würde. Den Föderalismus, der uns in dieser Krise gestärkt und nicht geschwächt hat, scheint sogar der bayerische Ministerpräsident als Relikt aus der Vergangenheit ad acta gelegt zu haben. Ein Blick auf die Zahlen des RKI macht eine regional unterschiedliche Bewertung jedoch unbedingt erforderlich: Im Süden gibt es andere Herausforderungen als im Norden, im stark besiedelten Westen andere Bedingungen als in der Mecklenburgischen Seenplatte. Und: Einzelne Landesregierungen scheinen die Krise sogar besser zu managen; dazu gehört wohl eher nicht die in Bayern. Regional unterschiedliche Regelungen können anstrengend sein und es ist wohl leichter, einer auch nur scheinbar harten Führung zu folgen. Verhältnismäßig gut sehen die Zahlen übrigens in Schleswig-Holstein aus, mehrere Kreise sind hier auf der Karte des RKI noch gelb eingefärbt. Gerade hier haben wir den einzigen FDP-Gesundheitsminister.
Ich wünsche Herrn Söder wirklich im Sinne der Bevölkerung, dass Bayern die Corona-Krise schnellstmöglich in den Griff bekommt. Auf die ein oder andere Selbstinszenierung und mahnende Bemerkung aus dem Freistaat möge der Ministerpräsident jedoch gerne verzichten.

Gastbeitrag bei „keepitliberal“

Moin!

Hat jemand den Film „Ökozid“ gesehen? Im Rahmen einer ARD-Themenwoche durfte dieses „Highlight“ natürlich nicht fehlen – ich musste mich beim Schauen ziemlich aufregen und habe meine Gedanken aufgeschrieben. Schaut doch mal rein: Gastbeitrag für keepitliberal.

LG Max

Junge Liberale SH lehnen Glyphosat- Verbot strikt ab

Auf dem vergangen Landeskongress haben die Jungen Liberalen ein Grundsatzpapier für Agrarpolitik beschlossen.

Kernpunkte des Beschlusses sind die Ablehnung eines Glyphosatverbots, die Stärkung der Wertschätzung durch gezielte Bildungsmaßnahmen, die Forderung nach einer niedrigeren Förderungsschwelle, um den Glasfaserausbau im ländlichen Bereich voran zu treiben sowie die Bekräftigung der Forderung den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen.

„Unser Bekenntnis ist klar: Wir brauchen in Schleswig- Holstein eine Unterstützung dieses so wichtigen Berufszweiges – dafür stehen wir als Junge Liberale“, so der Landesvorsitzende Max Mordhorst.

Der stellvertretende Vorsitzende und Antragssteller Moritz Hausberg ergänzt: „Ein Verbot von Glyphosatlehnen wir ab. Die Alternativen sind entweder schlechter untersucht und potentiell gefährlicher oder aber in einer Preisklasse, die insbesondere kleinere Betriebe vor eine nicht zu stemmende finanzielle Belastung stellen würde. Am Ende könnten also nicht nur die Landwirte die großen Verlierer eines Verbots sein, sondern auch die Umwelt. Sinnvoller wäre, mehr Geld in die Forschung zu Alternativen zu stecken und solange die Zulassung von Glyphosat zu verlängern.“