JuLis SH küren Finn Flebbe zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2027 und verabschieden 10-Punkte-Plan

Scharbeutz, 29. März 2026 – An diesem Wochenende kamen die Jungen Liberalen (JuLis) Schleswig-Holstein zu ihrem 96. Landeskongress in Scharbeutz zusammen. Unter dem mitreißenden Motto „Ready, Set, Go – Destination Unknown Landtag 2027“ gaben die Nachwuchsliberalen den offiziellen Startschuss für die kommende Landtagswahl am 18. April 2027 in Schleswig-Holstein.

Im Zentrum des Kongresses stand die Kür des Spitzenkandidaten: Die Mitglieder wählten den amtierenden Bundesvorsitzenden der Jungen Liberalen, Finn Flebbe, mit einem starken Rückhalt von 89 Prozent zu ihrem Spitzenkandidaten. Der 30-jährige Kieler und Unternehmer kandidiert zudem im Wahlkreis Kiel-West und strebt bei der Listenaufstellung der Freien Demokraten Schleswig-Holstein im Juni den aussichtsreichen Listenplatz 5 an.

In seiner Bewerbungsrede forderte Flebbe ein Ende der politischen Bequemlichkeit und schwor die Partei auf einen mutigen, eigenständigen Kurs ein. Er machte deutlich, dass freundliches Verwalten für ein zukunftsfähiges Land nicht ausreicht: „Wer nett verwaltet, verwaltet am Ende trotzdem Stillstand.“ Dabei grenzte er die Rolle der FDP klar von den politischen Mitbewerbern ab: „Wir sind nicht das Beiboot der CDU. Wir sind nicht der Anti-Grünen-Fanclub. Wir sind eine eigenständige politische Kraft.“

Mit Blick auf die Aufgaben der Landesregierung betonte Flebbe den unbedingten Willen zur Umsetzung von Infrastrukturprojekten: „Wir wollen ein Land, das baut. Bei der A20. Bei der S4. Beim Fehmarnbelt-Korridor. Bei Schiene, Straße und digitaler Infrastruktur.“

Zehn-Punkte-Plan für ein zukunftsorientiertes Schleswig-Holstein

Massiven inhaltlichen Rückenwind erhält der frischgewählte Spitzenkandidat durch einen weitreichenden Beschluss des Landeskongresses. Die Mitglieder verabschiedeten den Leitantrag „Zu viel Staat. Zu wenig Zukunft. – Zehn Punkte für Schleswig-Holstein“. Die JuLis fordern darin einen radikalen Kurswechsel und ein „Jahrzehnt des Aufbruches“. Zu den Kernforderungen des Plans gehören unter anderem:

• Eine echte Bildungsmilliarde: Die dauerhafte Erhöhung der Bildungsausgaben um eine Milliarde Euro, um dem strukturell überholten System endlich die notwendigen Mittel für Reformen zur Verfügung zu stellen.

• Wohnraum durch Entbürokratisierung: Die radikale Beschleunigung bei der Schaffung von neuem Wohnraum durch die Ausweisung neuer Gebiete und die Deregulierung gesetzlicher Vorschriften.

• Massiver Bürokratieabbau: Das klare Ziel, die bürokratischen Belastungen, für die das Land zuständig ist, bis zum Jahr 2030 zu halbieren.

• Ehrliche Investitionen statt Wählergeschenke: Die strikte Anforderung, dass neu aufgenommene Schulden ausschließlich und vollständig für zusätzliche Investitionen genutzt werden dürfen.

Vorstandswahlen und Einschwörung auf den Wahlkampf

Die Landesvorsitzende Luisa Sophie Fellner nutzte den Kongress, um die anwesenden Mitglieder trotz der aktuell krisenhaften Phase der Freien Demokraten auf die bevorstehende, richtungsweisende Landtagswahl einzuschwören. Es gelte jetzt mehr denn je, mit klarem Profil für liberale Überzeugungen einzustehen.

Neben der intensiven Antragsberatung standen zudem Nachwahlen zum Landesvorstand auf der Tagesordnung. Der Kieler Jakob Sontag wurde mit 96 Prozent der Stimmen zum neuen stellvertretenden Landesvorsitzenden für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher gewählt.

Das Vorstandsteam wird darüber hinaus durch die neu gewählten Beisitzerinnen Emily Petersen und Jette Flebbe komplettiert.